Ratgeber

Welche Powerbank passt zu mir? So findest du das richtige Modell

Eine Powerbank gehört für viele längst zur Grundausstattung. Auf Reisen, im Zug, unterwegs zur Arbeit oder an einem langen Tag ohne Steckdose sorgt sie dafür, dass Smartphone, Kopfhörer, Tablet oder sogar das Notebook weiterlaufen.

Die Auswahl ist inzwischen allerdings gross. 5'000 oder 20'000 mAh, 20W oder 140W Ladeleistung, integrierte Kabel, mehrere Anschlüsse oder magnetisches Laden. Doch welche dieser Angaben sind im Alltag wirklich wichtig?

Wir zeigen, worauf es bei der Auswahl ankommt und welche aktuellen Modelle von Anker, Xtorm und Samsung für unterschiedliche Anforderungen interessant sind.

Die richtige Kapazität beginnt beim eigenen Alltag

Die Kapazität einer Powerbank wird in Milliamperestunden angegeben. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Energie kann die Powerbank grundsätzlich speichern. Für die Auswahl ist die grösste Zahl trotzdem nicht automatisch die sinnvollste.

Wer hauptsächlich eine Reserve für das Smartphone benötigt, hat andere Anforderungen als jemand, der auf einer Geschäftsreise Smartphone, Tablet und Notebook versorgen möchte. Mit steigender Kapazität wachsen in der Regel auch Abmessungen und Gewicht.

Hinzu kommt, dass die angegebene Kapazität nicht eins zu eins beim angeschlossenen Gerät ankommt. Bei der Umwandlung und Übertragung entstehen Energieverluste. Anker nennt bei seiner Nano Powerbank mit 10'000 mAh beispielsweise ungefähr 5'500 bis 6'500 mAh nutzbare Leistung.

Die Kapazität ist deshalb ein guter Ausgangspunkt. Erst zusammen mit Ladeleistung, Bauform und Ausstattung zeigt sich aber, ob eine Powerbank wirklich zum eigenen Einsatz passt.

5'000 mAh für möglichst wenig zusätzliches Gepäck

Wer eine Powerbank vor allem als kompakte Reserve dabeihaben möchte, sollte sich die Klasse mit 5'000 mAh genauer ansehen.

Die Xtorm Go2 PowerShot 5K verfolgt dabei einen besonders unkomplizierten Ansatz. Sie wiegt lediglich 101 Gramm und besitzt einen ausklappbaren USB C Anschluss mit bis zu 20W. Das Smartphone oder andere kompatible Geräte können dadurch direkt mit der Powerbank verbunden werden, ohne dass ein zusätzliches Kabel benötigt wird.

Für den Arbeitsweg, einen Tagesausflug oder einen langen Veranstaltungstag kann genau das interessant sein. Die Powerbank nimmt wenig Platz ein und liefert zusätzliche Energie, wenn der Smartphone Akku unterwegs knapp wird.

Einen anderen Ansatz verfolgt die Anker Nano Powerbank 5K Magnetic Slim. Auch sie bietet 5'000 mAh, wird aber magnetisch an einem kompatiblen Smartphone befestigt. Anker setzt auf Qi2 mit bis zu 15W kabelloser Ladeleistung. Über USB C sind bis zu 20W möglich. Mit einer Dicke von lediglich 0,76 cm bleibt sie dabei besonders schlank.

Schon bei diesen beiden Modellen zeigt sich, wie unterschiedlich zwei Powerbanks mit gleicher Kapazität sein können. Bei der Xtorm PowerShot steht möglichst unkompliziertes Laden über USB C im Mittelpunkt. Anker setzt dagegen stärker auf den Komfort des magnetischen Ladens.

10'000 mAh als vielseitige Grösse für den Alltag

Für viele Nutzer dürfte die Klasse rund um 10'000 mAh besonders interessant sein. Sie bietet deutlich mehr Reserve als eine kleine 5'000 mAh Powerbank, bleibt aber noch kompakt genug, um regelmässig mitgenommen zu werden.

Mit der neuen Xtorm NextGen Powerbank 10K mit 35W stehen 10'000 mAh und bis zu 35W über USB C zur Verfügung. Zwei USB C Anschlüsse sowie USB A ermöglichen das gleichzeitige Laden mehrerer Geräte. Ein Smart Display zeigt aktuelle Informationen zum Ladevorgang an. Xtorm gibt ein Gewicht von 212 Gramm an und kennzeichnet das Modell zudem als für Flugreisen geeignet.

Noch stärker auf Komfort setzt die Anker Nano Powerbank 10K mit 45W. Hier ist ein einziehbares USB C Kabel bereits direkt integriert. Hinzu kommen ein Smart Display und bis zu 45W Ausgangsleistung. Die Powerbank selbst lässt sich mit bis zu 30W wieder aufladen.

Gerade solche Details machen im Alltag häufig einen grösseren Unterschied als einige zusätzliche Watt. Wenn das Kabel bereits integriert ist, kann die Powerbank einfach eingepackt werden und ist direkt einsatzbereit.

Magnetisch laden ohne Kabel

Nicht jeder möchte Smartphone und Powerbank während des Ladens mit einem Kabel verbinden. Besonders bei kompatiblen iPhones ist magnetisches Laden deshalb eine interessante Alternative.

Die Anker MagGo Powerbank 10K Slim verbindet 10'000 mAh mit Qi2 und bis zu 15W kabelloser Ladeleistung. Wer lieber per Kabel lädt, kann über USB C bis zu 30W nutzen. Mit einer Dicke von 1,47 cm bleibt die Powerbank trotz ihrer Kapazität vergleichsweise schlank.

Der Vorteil liegt vor allem in der Bedienung. Die Powerbank sitzt direkt auf der Rückseite des Smartphones und es muss während des Ladens kein Kabel zwischen beiden Geräten geführt werden.

Ausblick auf die nächste MagGo Generation

Auch beim magnetischen Laden entwickelt sich die Technik weiter. Mit der Anker MagGo Powerbank 2 Pro wurde an der IFA bereits die nächste Generation präsentiert. Das neue Modell ist auch für unser Sortiment vorgesehen und gibt einen guten Ausblick darauf, wohin sich magnetische Powerbanks entwickeln.

Die Kapazität bleibt bei 10'000 mAh. Mit Qi2.2 steigt die kabellose Ladeleistung jedoch auf bis zu 25W. Neu hinzu kommen eine aktive Kühlung mit intelligentem Lüfter, ein Smart Display und ein integrierter Standfuss. Über USB C sind ebenfalls bis zu 45W möglich.

Der direkte Vergleich mit der aktuellen MagGo Slim zeigt dabei zwei unterschiedliche Ansätze. Die Slim konzentriert sich auf ein möglichst flaches Format und 15W Qi2 Laden. Die MagGo 2 Pro setzt stärker auf Ladegeschwindigkeit, Temperaturmanagement und zusätzliche Funktionen.

20'000 mAh für längere Tage und mehrere Geräte

Wer regelmässig mehrere Geräte dabei hat oder länger ohne Steckdose auskommen muss, findet mit 20'000 mAh deutlich mehr Reserven.

Die Xtorm NextGen Powerbank 20K mit 35W führt das Konzept der kleineren NextGen Variante fort. Zwei USB C Anschlüsse und USB A ermöglichen das gleichzeitige Laden mehrerer Geräte. Das Smart Display liefert Informationen zum Ladevorgang und mit 346 Gramm bleibt das Modell trotz der höheren Kapazität noch gut transportierbar. Xtorm kennzeichnet auch diese Powerbank als für Flugreisen geeignet.

Eine andere Ausrichtung bietet die Samsung Powerbank EB P4520. Sie verfügt ebenfalls über 20'000 mAh, stellt aber bis zu 45W bereit und unterstützt Power Delivery 3.0 sowie Samsung Super Fast Charging 2.0. Über die drei Anschlüsse können bis zu drei Geräte gleichzeitig geladen werden. Die maximale Leistung von 45W steht laut Samsung beim Laden eines einzelnen Gerätes zur Verfügung.

Damit wird bei gleicher Kapazität bereits eine weitere Entscheidung sichtbar. Neben der gespeicherten Energie können auch das verwendete Geräte Ökosystem, die gewünschte Ladeleistung und die Anschlussmöglichkeiten entscheidend sein.

Wenn auch das Notebook unterwegs Strom braucht

Sobald regelmässig ein Notebook geladen werden soll, rückt neben der Kapazität vor allem die verfügbare USB C Leistung in den Vordergrund.

Besonders gut lässt sich das an den beiden Xtorm NextGen Powerbanks mit 27'000 mAh erkennen. Die Kapazität ist identisch, bei der möglichen Ladeleistung verfolgen die Modelle jedoch unterschiedliche Ansätze.

Die Variante mit 70W bietet zwei USB C Anschlüsse sowie USB A und verfügt über ein befestigtes USB C Kabel, das ebenfalls bis zu 70W unterstützt. Xtorm nennt Smartphones, Tablets, kompakte Notebooks und portable Konsolen als typische Einsatzgeräte. Das Gewicht liegt bei 621 Gramm.

Wer ein leistungsfähigeres Notebook oder andere Geräte mit höherem Energiebedarf verwendet, findet dieselbe Kapazität auch mit 140W UltraCharge+. Auch dieses Modell verfügt über zwei USB C Anschlüsse, USB A, ein Smart Display und ein befestigtes USB C Kabel. Xtorm richtet die 140W Variante ausdrücklich auch an leistungsfähige Notebooks und portable Gaming Geräte.

Beide Modelle werden von Xtorm als für Flugreisen geeignet ausgewiesen. Gerade bei grösseren Powerbanks ist diese Information wichtig, denn höhere Kapazität bedeutet nicht automatisch, dass ein Modell problemlos mit an Bord genommen werden kann.

Die beiden 27K Modelle zeigen sehr anschaulich, warum man mAh und Watt nicht miteinander verwechseln sollte. Die Kapazität beschreibt die verfügbare Energiereserve. Die mögliche Ausgangsleistung entscheidet dagegen wesentlich mit, welche Geräte sinnvoll damit betrieben oder geladen werden können.

Eine Powerbank für das komplette mobile Setup

Auch die Anker Powerbank 25K mit 165W richtet sich klar an Nutzer, die unterwegs mehr als nur das Smartphone laden möchten.

Mit 25'000 mAh bietet sie eine grosse Energiereserve und kann bis zu vier Geräte gleichzeitig versorgen. Besonders praktisch sind die beiden integrierten USB C Kabel. Eines davon lässt sich bis auf 70 cm ausziehen, während das zweite 30 cm lang ist und gleichzeitig als Trageschlaufe dient. Zusätzlich stehen ein weiterer USB C Anschluss und USB A zur Verfügung.

Jeder USB C Ladeweg kann bei einzelner Nutzung bis zu 100W bereitstellen. Werden mehrere Geräte angeschlossen, verteilt die Powerbank die verfügbare Leistung entsprechend auf die verwendeten Anschlüsse. Die maximale Gesamtleistung liegt bei bis zu 165W.

Damit lässt sich beispielsweise ein mobiles Setup aus Notebook, Smartphone und Tablet über eine einzige Powerbank versorgen. Mit rund 594 Gramm ist aber auch klar, dass Leistung und Vielseitigkeit hier wichtiger sind als ein möglichst kleines Format.

Anker gibt die Energie der Powerbank mit 90Wh an und weist sie als für die Mitnahme im Handgepäck geeignet aus. Vor einer Flugreise sollten trotzdem immer zusätzlich die aktuellen Vorgaben der jeweiligen Airline geprüft werden.

Viel Energiereserve für lange Einsätze

Nicht jede Powerbank ist dafür gedacht, jeden Morgen in der Jackentasche zu verschwinden. Für lange Arbeitstage, Camping oder andere Situationen ohne zuverlässigen Zugang zu einer Steckdose gibt es Modelle, bei denen eine grosse Energiereserve bewusst wichtiger ist als ein geringes Gewicht.

Die Xtorm NextGen Powerbank 45K mit 70W bietet 45'000 mAh und ist unter anderem für Notebooks, Tablets und weitere leistungsfähige Geräte ausgelegt. Zwei USB C Anschlüsse sowie USB A ermöglichen das Laden mehrerer Geräte, während ein integriertes USB C Kabel direkt zur Verfügung steht. Ein Smart Display informiert über Akkustand, Leistung und verbleibende Ladezeit. Das Gewicht beträgt 752 Gramm.

Noch mehr Reserven bietet die Xtorm NextGen Powerbank 60K mit 100W. Mit 60'000 mAh und bis zu 100W USB C Leistung richtet sie sich an leistungsfähige Notebooks und komplette mobile Setups. Ein integriertes USB C Kabel und das Smart Display gehören auch hier zum Konzept. Mit 953 Gramm ist sie allerdings bereits eine mobile Energiequelle für gezielte Einsätze und keine klassische Powerbank für die Hosentasche.

Bei dieser Kapazitätsklasse gibt es einen wichtigen Unterschied zu den kleineren Modellen. Xtorm weist sowohl bei der 45K als auch bei der 60K ausdrücklich darauf hin, dass sie aufgrund ihrer Kapazität nicht im Flugzeug mitgeführt werden dürfen.

Wie wichtig ist die maximale Wattzahl?

Hohe Wattzahlen fallen auf dem Datenblatt sofort ins Auge. Für die tatsächliche Ladegeschwindigkeit ist aber immer auch das angeschlossene Gerät entscheidend.

Ein Smartphone nimmt nicht automatisch 70W, 100W oder 140W auf, nur weil eine Powerbank diese Leistung liefern kann. Das angeschlossene Gerät fordert die Leistung an, die es unterstützt. Auch Akkustand und Temperatur können beeinflussen, wie schnell geladen wird. Xtorm beschreibt bei seiner NextGen Serie beispielsweise, dass die Leistung automatisch an das angeschlossene Gerät und dessen Ladezustand angepasst wird.

Für ein Smartphone muss deshalb nicht automatisch zur leistungsstärksten Powerbank gegriffen werden. Bei Tablets, Notebooks und mehreren gleichzeitig angeschlossenen Geräten wird eine höhere Ausgangsleistung dagegen zunehmend interessant.

Mindestens genauso wichtig sind die kleinen Dinge, die im Datenblatt schnell übersehen werden. Ein integriertes Kabel kann unterwegs praktischer sein als einige zusätzliche Watt. Wer viele ältere Geräte besitzt, freut sich möglicherweise weiterhin über USB A. Wer hauptsächlich moderne Geräte verwendet, legt dagegen mehr Wert auf mehrere USB C Anschlüsse. Magnetisches Laden kann wiederum die angenehmste Lösung sein, wenn hauptsächlich ein kompatibles Smartphone versorgt werden soll.

Es geht deshalb nicht darum, möglichst viele technische Werte zu maximieren. Entscheidend ist, dass diese Werte zum eigenen Einsatz passen.

Unser Fazit

Powerbanks haben sich von einfachen Zusatzakkus zu sehr unterschiedlichen mobilen Ladelösungen entwickelt. Das zeigt sich besonders bei den aktuellen Modellen. Manche verschwinden fast unbemerkt in der Tasche, andere ersetzen unterwegs praktisch einen ganzen Ladeplatz für Smartphone, Tablet und Notebook.

Gerade deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf nicht nur auf die grösste Zahl auf der Verpackung zu schauen. Viel wichtiger ist die Frage, wie die Powerbank tatsächlich verwendet wird und welche Funktionen dabei jeden Tag einen Unterschied machen.

Wer seine Powerbank regelmässig dabei hat, merkt schnell, dass Komfort oft genauso wichtig ist wie reine Leistung. Ein passendes Format, das richtige Kabel, die benötigten Anschlüsse oder magnetisches Laden können langfristig mehr wert sein als eine Kapazität, die man im Alltag gar nicht benötigt.

Die beste Powerbank ist am Ende diejenige, die so gut zum eigenen Alltag passt, dass sie genau dann dabei ist, wenn man sie braucht.

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